Die lauten Nachbarn

Der Mama-Blog aus Salzburg

Category: Allgemein

Topfenauflauf

Topfenauflauf für den süßen Dienstag

Nach diesem Rezept werde ich eindeutig am häufigsten gefragt. Vor allem vermutlich, weil wir es ständig essen. Vielleicht aber auch, weil die Leser aus Deutschland nicht immer wissen, dass mit Topfen Quark gemeint ist! 😉

Jeden Dienstag gibt es bei uns eine Süßspeise zu Mittag. Das hat einen ganz einfachen Grund: Mein Mann mag als Hauptspeise nichts Süßes – wir schon. Jeden Tag packe ich ihm – ganz die brave Ehefrau 😉 – seine Portion vom Essen ein damit er am nächsten Tag in der Arbeit etwas warmes Selbstgekochtes hat. Nur am Mittwoch kommt er meist schon Mittags nach hause und benötigt daher kein Essen in der Plastikbox – TADA – so entstand der süße Dienstag. Und da mir nur ca. 6-7 einfache, süße Mittagessen einfallen, gibt es sehr oft unseren heißgeliebten Topfenauflauf – meist mit Apfelmus dazu (je nach Laune und zur Verfügung stehenden Zeit selbstgemacht oder aus dem Glas).

 Wieder einmal ein Familienessen, das Vieles vereint:

Lecker, günstig, einfach zubereitet und nicht allzu fetthaltig.

Topfenauflauf 4

Legen wir los:

Zuerst schlage ich 4 Eiweiß mit einer Prise Salz mit dem Handmixer steif und stelle den Eischnee beiseite. Das Ofenrohr heize ich nun auf 200C Ober-Unterhitze auf und fette eine Auflaufform mit etwas Butter ein.

Weiter geht’s bei mir mit dem Thermomix – es geht aber natürlich auch ohne dem Wunderkessel. 80g Butter, 130g Zucker und  1Pkg. Vanillezucker schaumig rühren und nach und nach die 4 Eigelbe zugeben. (Im Thermomix 1 Minute auf Stufe 4; alles runterschieben und nochmal 10 Sekunden Stufe 4.) Danach 500g Magertopfen und 250g Speisetopfen dazugeben und glatt rühren. (Im Thermomix 15 Sekunden auf Stufe 5.) Dann gebe ich ca. 70g Grieß und einen TL Backpulver dazu, verrühre alles gut (Thermomix 15 Sekunden Stufe 5) und hebe den Eischnee unter (Thermomix 30 Sekunden Stufe 5). Die Masse kommt dann in die Auflaufform und wird mit Zucker und/oder Mandelsplittern bestreut. Nun geht’s für ca. eine Stunde in den Ofen und fertig unser liebster süßer Auflauf.

Topfenauflauf 2

Viel Spaß beim Nachkochen,

Eure Christine

 

 

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Faschierte Laiberl (Frikadellen) aus dem Rohr

Ich liebe faschierte Laiberl bzw. Frikadellen schon immer. Meine Oma macht sie besonders gut. Natürlich schwimmen die Köstlichkeiten aus faschiertem Fleisch in gefühlt 10 Litern Fett, die Küche muss danach mit dem Hochdruckreiniger abgespritzt werden und es stinkt tagelang im ganzen Haus. Das Ganze garniert mit leckerem Kartoffelpüree und Ketchup und fertig ist meine Kindheitserinnerung.

Nur leider bin ich eine viel faulere Hausfrau als meine Oma. Außerdem neige ich dazu jedes Gramm Fett zu verzehnfachen und dann dauerhaft am Bauch und an den Hüften aufzubewahren. Aus diesen Gründen suche ich seit Jahren nach einem einfacheren, saubereren, kalorienärmeren und praktischeren Rezept, aber das ging meist nach hinten los. Mein klassisches Rezept wurde im Ofenrohr staubtrocken und in der Pfanne mit wenig Öl, brannten mir die Teile regelmäßig an und waren innen noch roh.

Letzte Woche bekam ich den Tipp doch Sauerrahm oder Creme Fraiche mit einzuarbeiten und siehe da – perfekte Fleischlaiberl ohne Zugabe von weiterem Fett – spritz- und gestankfrei aus dem Ofenrohr.

Hier für Euch das Rezept:

500g Faschiertes mit einem Becherl Creme Fraiche, einem Ei und 3-4 EL Semmelbröseln (Paniermehl) vermischen. Mit Salz, Pfeffer, 3 Knoblauchzehen (gepresst) und fertigen Röstzwiebeln (oder frisch gerösteten Zwiebeln) würzen und schon ist die Masse fertig.

Nun zu Laibchen formen und am Backpapier am Backblech etwas flach drücken. Bei 180 Grad geht’s für die leckeren Teilchen jetzt für ca. 30 Minuten ins Rohr. Fertig! Außen knusprig – innen weich – perfekt! Meine Kinder lieben sie mit Kartoffelpüree und Ketchup (das beigefügte Gemüse ist natürlich auf meinem Mist gewachsen – ist jetzt keine Bedingung für die Kleinen 🙂 ), im Burger oder auch mal kalt zur Jause.

Viel Spaß beim Nachkochen,

Eure Christine

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Hotel Sonnenpark – Therme Lutzmannsburg – Oktober 2011

Und weil der erste Urlaub mit Baby im September nach Porec so ein Erfolgserlebnis war, wollte ich in diesem Jahr gleich noch einmal los. Da der Papa aber schön langsam keinen Urlaub mehr bekam, plante ich einen Wellness-Trip mit einer Bekannten und ihrer Tochter, die nur zwei Wochen älter als mein Spatz war. Natürlich musste es das Beste vom Besten sein und das waren in unseren Augen das Hotel Sonnenpark und die Sonnentherme Lutzmannsburg. Gesagt – getan – schon buchten wir zwei Nächte in diesem Baby- und Familienparadies. Und was soll ich sagen – wir wurden nicht enttäuscht und schnell nach der Ankunft war mir klar, dass wir das auch noch einmal mit dem Papa machen müssen. (Dass beim nächsten Aufenthalt schon drei Kids mit an Board sein würden, ahnte ich da natürlich noch nicht.)

Die Fahrt klappte erstaunlich gut. Kurz nach der Buchung kamen uns nämlich doch so einige Zweifel, ob eine 4-stündige Autofahrt mit zwei Babys an Board so eine gute Idee war. Gott sei Dank schliefen die zwei Mäuschen aber ausgezeichnet und wir konnten uns auf der Fahrt schon gut unterhalten und in Urlaubsstimmung bringen. Der erste Eindruck beim Vorfahren war gleich wunderbar und beim Betreten des Eingangsbereichs war uns schon klar, warum sich dieses Hotel bei Familien so großer Beliebtheit erfreut. Alles war bunt, hell und freundlich. Im Foyer standen schon die Buggys und Kinderwägen bereit (verschiedene Wägen für den Indoor-Bereich inkl. Therme und für Spaziergänge im Gelände). Diesen Service empfand ich wirklich als genial. Sofort schnappten wir uns beide einen Buggy, mit dem wir die folgenden drei Tage im Hotel unterwegs waren. An der Rezeption bekamen wir auch sofort Bademäntel für uns und die Kinder und eine Badetasche für den Aufenthalt. Schon fühlten wir uns hier wirklich willkommen und begannen das Hotel zu erkunden. Vor dem Eingang zum Restaurant standen unzählige Bobby-Cars zur Verfügung und wir bekamen schon mit, dass im Kinderbereich durch die Kinderbetreuung und durch das allseits beliebte Maskottchen Sunny Bunny wirklich Alles geboten wurde, was das Kinderherz begehrt. Wir nutzten diese Angebote mit den Babys natürlich nicht – Jahre später wurde ich aber noch ein großer Fan dieser Einrichtungen.

Gleich nach der Ankunft schlemmten wir am traumhaften Mittagsbuffet und bezogen dann unsere Zimmer. Die Zimmer waren sehr freundlich eingerichtet und es gab einfach Nichts, was nicht vorhanden war. Ein wunderschönes Gitterbett (praktisch als Laufstall tagsüber, weil der kleine Mann natürlich in meinem Arm im großen Bett schlief), eine Babybadewanne, einen Wickeltisch usw.! Einfach genial.

Den Nachmittag verbrachten wir in der Therme, wo wir uns vor allem im Babybereich aufhielten. Besonders einfallsreich und praktisch fand ich den Wickeldom und die Stillkojen. Man konnte sich hier wirklich gut zurückziehen und sein Baby ganz in Ruhe ohne Thermenlärm in besonderer Atmosphäre stillen bzw. wickeln. Die Babybecken waren wirklich genau richtig für unsere kleinen Draufgänger, weil diese wirklich nur wenige Zentimeter hoch sind – perfekt für unsere kleinen Entdecker um zu planschen und herumzuspritzen. Wir nahmen auch an einer Schnuppereinheit des Babyschwimmens im Baby-Aktivbecken teil und ließen die Kleinen bei den Babyrutschen hinuntersausen. Es war einfach herrlich!!

Nach einer kurzen Dusche und einigen Kuscheleinheiten im Hotelzimmer ging es dann ans Abendbuffet und da kann einem nur der Mund offen stehen: Das ist eben österreichischer Standard vom Feinsten. Das Buffet für die Erwachsenen war sehr hochwertig und geschmacklich einfach top. Auch für Kinder gab es ein eigenes Buffet und für uns besonders praktisch – es gab ein eigenen Babybuffet, welches den ganzen Tag – nicht nur zu den Essenszeiten – geöffnet war. Es gab dort alle möglichen Arten von Babybrei, aber auch Fläschchenpulver, Mikrowelle, Wasserkocher, Getreideflocken, usw.! Zusätzlich konnte man noch den selbstgemachten Brei des Tages beim Kellner bestellen. Natürlich ließen wir es nicht nur uns, sondern auch den Mäusen gut gehen und bestellten diesen frisch zubereiteten Brei. Und tatsächlich schmeckte es dem kleinen Schleckermäulchen genau so gut wie zu Hause. Natürlich war das Restaurant sehr gut für Babys und Kleinkinder ausgestattet. An unserem Tisch standen die passenden Hochstühle und es gab Lätzchen und Babylöffel für uns. Man musste wirklich an nichts extra denken und diese Tatsache trägt schon sehr viel zum Erholungswert bei.

Am zweiten Tag beschlossen wir nach dem Frühstück einen kleinen Spaziergang zu machen. Da es relativ kalt war, packten wir die Mäuse in die Trage und marschierten los. Wir hatten sehr viel Spaß und beschlossen nach Ungarn zu gehen.  Diesen Ausflug kann ich nicht wirklich empfehlen. Der Ort hinter der Grenze war nicht so ganz unser Geschmack und das Ganze nahm dramatische Ausmaße an. 😉 Wir spazierten entlang der Gartenzäune dahin als meine Freundin plötzlich panisch schrie: „RENN!!!!!!“ Ein riesiger Hund versuchte – laut bellend und knurrend – über einen Zaun zu springen. Wir rannten wie von der Tarantel gestochen und blieben erst kurz vor dem Grenzübergang zum Verschnaufen stehen. Was für ein Abenteuer. Wir wollten jetzt schnell zurück in unseren sicheren Hafen. Da bemerkten wir, dass wir natürlich keine Pässe mit hatten – weder für uns noch für die Kinder (später haben wir dazu sogar einen Hinweis im Hotel gelesen). Naja – jetzt half es auch nichts mehr. Wir marschierten also weiter und hofften nicht angehalten zu werden. Schon fuhr ein Polizeiauto vor uns rechts ran – wieder Herzrasen – so ein Mist. Doch die Beamten kontrollierten nur ein Auto, welches ebenfalls hier anhalten musste. Puh – noch einmal gut davongekommen. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir wieder ganz gemütlich in der Therme und im Babybereich des Hotels und lachten noch viel und oft über unseren lustigen Trip nach Ungarn.

Im Babybereich war ich mit dem Sohnemann übrigens besonders gerne. Im 1. Stock des Hotels ist ein eigener Babybereich mit Spielsachen, Wippe usw. eingerichtet. Abends waren wir gerne im Snoezelen, einem gemütlichen Raum mit warmen Lichtquellen zum Entspannen und beruhigen. Paradiesisch – Wellness für Mamas und Babys. Wir haben das wirklich sehr genossen und lagen oft lange in diesem Raum. (Mit Nummer 3 wollte ich das auch unbedingt so genießen, schaffte es mit zwei weiteren Kids im Schlepptau aber nicht mehr so ausgiebig wie bei diesem ersten Aufenthalt.)

Am dritten Tag genossen wir noch einmal das unglaublich umfangreiche und leckere Frühstücksbuffet und machten uns dann auf den Weg nach hause.

Das Fazit von mir und auch meiner – sehr anspruchsvollen – Freundin: Wir kommen wieder! Es gab wirklich NICHTS auszusetzen. Vom Hotel als Ganzes, dem Kinderprogramm, dem Essen, der Therme bis zum Personal war wirklich alles top. Einen Aufenthalt im Hotel Sonnenpark und der Therme Lutzmannsburg kann ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen.

Alles Liebe,

Eure Christine

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Mama beim Lesen

Der Kreislauf des schlechten Gewissens

Derzeit befinde ich mich wieder in einer richtig blöden Spirale, die bestimmt viele von Euch kennen – ich nenne das den Kreislauf des schlechten Gewissens. Besonders häufig tritt diese “Krankheit” bei Müttern – aber auch allgemein bei Frauen – auf. Egal für welchen Lebensweg wir Frauen uns entscheiden – die Gesellschaft, die Familie, die Freunde, aber vor allem wir selbst zweifeln immer wieder daran, ob dies die richtige Entscheidung war und versuchen uns ständig zu verbessern.

Die Frau und vor allem die Supermama von heute muss ja einfach ALLES schaffen. Es reicht auf gar keinen Fall aus ein paar Kinder groß zu ziehen. So nebenbei sollte man schon noch Einiges leisten. An erster Stelle (nach den Kindern) steht natürlich die Karriere. Das Heimchen am Herd will ja niemand sehen – also heißt es – ran an den Job. Jetzt aber folgt die Crux an dem Ganzen: Man darf sich keine Hilfe für die Kinder holen. Steckt man nämlich die Kinder in eine Betreuungseinrichtung ist man eine karrieregeile Rabenmutter, die die Aufgaben der Erziehung aus Faulheit oder Feigheit an andere übergibt. Schon jetzt – nach diesen zwei “klitzekleinen” Aufgaben gerät man in den unvermeidlichen Kreislauf. Das schlechte Gewissen nagt an einem. Es nagt, wenn man in der Küche steht und für die Kinder und den Mann kocht. Man hat doch studiert, man hatte doch Ambitionen. Das geht doch nicht, dass man jetzt jahrelang das Hausmütterchen spielt. Es nagt aber auch, wenn man abends am PC sitzt und arbeitet, obwohl man doch noch eine andere Aufgabe hätte – nämlich die Beziehung zu pflegen. (Übrigens der nächste Punkt, der uns oft stresst und somit noch mehr schlechtes Gewissen erzeugt!). Es nagt, wenn man die Kinder zur Oma bringt, weil man sich beruflich selbst verwirklichen will. Kommt dann noch ein Kommentar aus dem Familienkreis oder gar dem Ehemann – ja dann ist das schlechte Gewissen perfekt. Jetzt ist es so weit – man schafft also nicht einmal diese Basisdinge im Leben einer Frau: Familie, Job, Beziehung!

Ostern

Tja und dann kommen ja noch viele andere Aufgaben dazu, die man heutzutage als vorbildliche Powerfrau noch so ganz nebenbei schaukelt: Man liest, lernt eine Sprache, ist ein Jetsetter, lernt oder spielt ein Instrument, geht ins Theater, ist topgestylt, immer frisch geschminkt, kocht immer gesund und holt natürlich alle Lebensmittel vom Bauernhof des Vertrauens (mit dem Rad wohlgemerkt – am Rückweg von der Yoga-Stunde), pflegt Freundschaften, arbeitet ehrenamtlich, putzt gerne und ohne zu meckern, und noch vieles mehr! Und schafft man all das nicht, dann muss man ja ein schlechtes Gewissen haben. Alle anderen schaffen das ja auch ganz locker. Oder haben die vielleicht doch alle Hilfe? Ha – das muss es sein. Die Nachbarin kann das doch unmöglich alles alleine schaffen. Die hat sicher eine Oma, die immer da ist. Und eine Putzfrau und ein Kindermädchen. Und schon geht das lustige Vergleichen los!! Und bei diesem  Vergleichen steht man IMMER schlecht vor sich selbst da, denn in Nachbars Garten ist das Gras ja bekanntlich immer grüner! Bei den anderen klappt eben alles und bei einem selbst scheinbar gar nichts.

Es ist wahnsinnig schwer aus diesem – uns scheinbar angeborenen – Konflikt mit uns selbst auszusteigen. Vielleicht haben die Herren der Schöpfung ja einen Tipp für uns. Ich kenne keinen einzigen Vater, der ein schlechtes Gewissen hat, weil er arbeiten geht oder weil er sich Zeit für sich selbst nimmt. Auch zweifeln die wenigsten Männer an sich selbst, weil sie kein Instrument erlernen oder lieber vier Stunden Dokus über LKW-Fahrer in Alaska ansehen statt einen Klassiker der Weltliteratur zu lesen.

Happy Mama

Einen Tipp habe ich allerdings, der mir ab und zu zumindest wieder ein bisschen hilft, wenn ich zu sehr an mir zweifle und das schlechte Gewissen zu sehr an mir nagt: Ich treffe mich mit einer RICHTIG guten Freundin. Auf keinen Fall mit der Supermom, die dem Elternverein vorsteht und mir in ihrer Villa vom Hausmädchen einen Chai Latte servieren lässt. Nein – die Sorte Freundin, die mir wirklich zuhört und die mir auch offen von ihren Problemen und Ängsten erzählt. In diesem Fall tut der Vergleich nämlich sogar gut, wenn wir dadurch erkennen, dass wir alle im selben Boot sitzen und jeder “sein Packerl zu tragen hat”!  Vielleicht sollten wir auch von unseren Kinder lernen und einfach mal das tun, worauf wir wirklich Lust haben und das ganz ohne schlechtem Gewissen. Leichter gesagt als getan – ich weiß das nur zu gut – fahre ich doch schon seit vielen Jahren Karussell in diesem Kreislauf, aber einen Versuch ist es doch wert. Vielleicht bekommen wir dadurch ein bisschen Leichtigkeit und Freude an unserem Tun zurück. Es ist unser Leben und nur wir haben es in der Hand glücklich und zufrieden zu sein.

Habt einen schönen Tag und helft einander indem ihr ehrlich zueinander seid und niemanden für seinen Lebensweg verurteilt. #nomombashing

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Harry Potter Party

Harry Potter Party zum 8. Geburtstag

Wir lieben es zu feiern und schon immer stehen Mottopartys bei uns hoch im Kurs. So ist es auch nicht verwunderlich, dass unsere Kinder fast immer auf Mottopartys bestehen. Für den Sohnemann war dieses Jahr klar: Es muss eine Harry Potter Party sein! Zugegeben – ich wollte es ihm ausreden, weil ich es mir mit Säugling sehr schwierig vorgestellt habe. Außerdem bin ich selbst ein riesiger Harry Potter Fan und wollte genau diese Mottoparty mit Leib und Seele genießen. Aber egal – natürlich war uns sein Wunsch Befehl und wir fingen an eine Harry Potter Party zu planen und dafür zu recherchieren. Viele Ideen für Deko, Ablauf und z.B. Begrüßungsworte fanden wir bei https://zickleinundboeckchen.de/ und bei einer Mama, der ich auch auf Instagram gerne folge https://bloggermumofthreeboys.com/

Schon zum Geburtstag (eine Woche vor der Party) gab es Harry Potter Geschenke – als Einstimmung sozusagen! Eine Bettwäsche (von Hofer) und einen tollen Pyjama (von Amazon).

 

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Der Sohnemann war voller Vorfreude und wir im Vorbereitungsstress. Während mein Mann in der Mittagspause das Gleis 9 3/4 malte und die Banner der 4 Häuser von Hogwarts dekorativ anbrachte, durchforstete ich – meist stillend – das Netz nach Ideen und stellte mir einen Ablauf zusammen.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Bei Feierlichkeiten sind wir immer sehr froh um unser Partyhäuschen. Man kann weit im Vorhinein dekorieren und im Notfall erst Tage nach der Feier aufräumen. Und das Alles, ohne dass es den Alltag zu Hause beeinflusst. Luxus!! Für diese Party gab es auch keine grellen Luftballons vor der Tür, sondern nur einen dezenten Hinweis, den wohl nur wahre Fans verstehen. (Ein Gleis 9 3/4 Schild auf dem Eingangstor!)

 

Vieles von der Deko haben wir aber nicht selbst gebastelt, sondern bestellt. Wenns schnell gehen soll bei Amazon; wenn man Zeit hat bei Wish! Das dauert zwar bis zu 3 Wochen – ist aber wesentlich günstiger und im Endeffekt sind es die gleichen Produkte. Einen Teil der Mitbringsel für die Goodie Bags (Schlüsselanhänger Hogwarts und Faschingsbrille Harry Potter) haben wir so ganz günstig bekommen.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Einige Details haben wir dann aber doch selbst gebastelt. Was wäre die Große Halle von Hogwarts ohne den schwebenden Kerzen? Nichts leichter als das: Ein paar alte Kerzen herausgekramt und an transparenter Angelschnur befestigt – fertig sind die schwebenden Kerzen. Ebenfalls in den Lüften von Hogwarts unterwegs ist der Goldene Schnatz. Davon haben wir dann doch einige Exemplare gebastelt, weil jedes Kind einen Schnatz in sein Säckchen bekam. Diese Arbeit hat sich schon länger gezogen, war die Mühe aber auf jeden Fall wert. Man nehme eine Packung Ferrero Rocher, Zahnstocher, weißes Papier und ein Stanley-Messer und schon geht es los das lustige Streifenschneiden. (Siehe Bild)

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Zusätzlich kann man bei so einem Fantasythema natürlich gut mit Halloween-Deko auffüllen. In allen Winkeln waren große Spinnennetze mit vielen kleinen Spinnen und am Tisch lagen “Wahrsager-Kugeln” (leere Plastikkugeln von diesen Spielzeugautomaten) mit Spinnen und anderen Nettigkeiten als Deko!

Harry Potter Party

Einen weiteren tollen Effekt für Insider erzielten wir mit drei einfachen Bildern, die wir zu Hause ausgedruckt haben. Am Klodeckel klebte ein Bild der “Maulenden Myrte”, einem Geist, der in der Mädchentoilette von Hogwarts lebt. Auf der Türe zum Dachboden klebte ein Bild von “Fluffy”, dem dreiköpfigen Hund, der eine geheime Falltür im 3. Stock von Hogwarts bewacht. Auf dem Spiegel brachten wir ein Porträt des Schulleiters “Albus Dumbledore” an, der natürlich strengstens über den Partyverlauf wachte.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Endlich war er da – der große Tag. Wir warfen uns in unsere Kostüme (natürlich waren wir alle Gryffindors – nur mein Mann wollte ein Slytherin sein) und rückten samt Torte und Säcken voller Knabbereien und Getränken in unsere Partyhütte aus. Sogar für die Kleinste im Bunde hatten wir dank einer lieben – Harry Potter besessenen – Freundin ein Megakostüm. Unsere Umhänge und Krawatten haben wir bei Wish bestellt.

Harry Potter Party

Um 14:30 Uhr waren endlich die 10 kleinen Gäste da und die Party konnte steigen. Zuerst durfte der Sohnemann mit jedem Gast ein Einzelbild vor dem Gleis 9 3/4 als Erinnerung machen und danach machten wir noch ein Gruppenbild. (Ich mache Gruppenbilder gerne ganz am Anfang. Da haben die Kinder meist noch das gesamte Kostüm an und sind nicht angepatzt oder verschmiert. Wir haben dieses Gruppenbild dann schon oft im Nachhinein an die Gäste verschickt – das kam immer sehr gut an und ist kein großer Aufwand!)

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Ich war an diesem Tag Professor McGonagall und begrüßte die Kinder mit folgendem Text: (Idee dazu siehe Link oben)

Willkommen in Hogwarts, der magischen Schule für Hexerei und Zauberei!

Das Bankett zur Eröffnung des Schuljahres beginnt in Kürze. Danach werden wir feststellen in welche Häuser ihr kommt. Das ist eine sehr wichtige Zeremonie, denn das Haus ist gleichsam eure Familie in Hogwarts. Die vier Häuser heißen Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw und Slytherin. Jedes Haus hat seine eigene, ehrenvolle Geschichte und jedes hat bedeutende Hexen und Zauberer hervorgebracht. Während eurer Zeit in Hogwarts holt ihr mit großen Leistungen Punkte für Euer Haus, doch wenn ihr die Regeln verletzt, werden Euch Punkte abgezogen. Am Ende der Party erhält das Team mit den meisten Punkten eine besondere Ehrung. Nach dem Eröffnungsbankett wird der sprechende Hut bestimmen in welches Haus ihr kommt. Begebt Euch nun in die große Halle zum Essen.

Nach dieser Einführung ging es für die Kids an eine lange Tafel und es gab den Lieblingskuchen des Geburtstagskindes – Topfentorte. Aber auch Schokomuffins und Saft. Davor wurde natürlich laut gesungen und dem Sohnemann gratuliert. Für die Getränke verwendete ich zum ersten Mal meine Sommergläser (mit Deckel und Strohhalm) mit einem Etikett beklebt und beschriftet. So kam es zu keinen Verwechslungen und diese Gläser fallen nicht so leicht um wie Plastikbecher und wenn doch – dann bleiben sie eigentlich ziemlich dicht.

Harry Potter Party

Nach der Stärkung ging es zur Geschenkübergabe. Ich lasse die Kinder dazu immer im Kreis sitzen und ganz klassisch Flaschendrehen. Dieses mal haben wir natürlich keine Flasche, sondern einen Zauberstab gedreht, den der Große schon zu Weihnachten bekommen hat. (Diesen Zauberstab konnten wir dann später auch noch für ein Partyspiel verwenden!) Die Geschenke waren wirklich gigantisch. Durchdacht und fantasievoll – von der Harry Potter Spieluhr bis zur Harry Potter Tasse, war wirklich alles dabei, was einem kleinen Fan Freude bereitet. Gleich nach der Geschenkübergabe übernahm wieder die Frau Professor Mutter das Sagen und bat die Kinder zurück in die Große Halle, denn der Sprechende Hut teilte die Kinder nun endgültig in die vier Häuser auf. 12 Kinder waren gut aufzuteilen und  jedes Haus (Team) umfasste drei Kinder. Mein alter Hexenhut wurde jedem Kind feierlich aufgesetzt und die Kinder jubelten und eiferten mit als wäre dies wirklich eine lebenswichtige Entscheidung für sie.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Die Teams nahmen nun an ihren zugewiesenen Tischen Platz und erhielten je einen Bogen Hogwarts Briefpapier. ( Ein tolles Set mit dem wir schon die Einladungen verschickt haben.) Als erstes stand das Fach “Zaubertränke” am Plan. Dafür habe ich im Vorfeld drei Zaubertränke vorbereitet:

FACH ZAUBERTRÄNKE

>> Veritaserum > Milch mit Lebensmittelfarbe

>> Vielsafttrank > Apfelsaft mit Lebensmittelfarbe

>> Liebestrank > Fanta mit roter Lebensmittelfarbe

Die Kinder bekamen immer ein Schlückchen zu trinken und mussten dann aufschreiben, was sich hinter dem Zaubertrank wohl versteckt. (Wir haben dafür ein Schnapsglas für jedes Kind verwendet.) Für jede richtige Antwort gab es einen Punkt für das Team. Danach wurde eine klare Flüssigkeit mit einer Pipette in Phiolen gefüllt und mit einem Zauberspruch belegt. Dieses “Felix Felicis” braucht aber seine Zeit und kann erst nach Stunden getestet werden. (Tipp: Tonic Water verwenden – leuchtet im UV-Licht. Wir haben UV-Lampen hinter der Bar – es funktionieren aber auch diese Geheimstifte mit UV-Licht.) Jedes Kind bekam dann am Schluss der Feier eine Phiole mit dem Glücklichkeitstrank Felix Felicis mit nach Hause.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Im Anschluss folgte das Fach Verwandlung mit folgender Anweisung:

Fach Verwandlung:

Verwandle Deinen Zaubererbeutel mit Aufklebern, beschrifte und verziere ihn.

Jedes Kind bekam ein Kartonsäckchen und durfte es mit Harry Potter Stickern und Stiften verzieren. So hatten wir gleich persönliche Säckchen zum Befüllen.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Fach: Zauberkunst

Übe den Zauber Wingardium Leviosa mit dem Übungszauberstab.

Trete zur Prüfung mit dem magischen Zauberstab an. Du hast drei Versuche.

Gelingt es Dir, hast Du einen Punkt für Dein Haus verdient.

Dieses Spiel war besonders lustig. Die Kinder mussten mit dem elektronischen Zauberstab (oben beim Flaschendrehen verlinkt) einen Spruch einüben. Dieser Zauberstab erfordert eine korrekte Bewegung und den richtig betonten Spruch. Die Kinder haben ewig und äußerst motiviert geübt. (Deshalb mussten wir andere geplante Spiele streichen. Aber ich habe immer lieber zu viele Spiele vorbereitet als zu wenige.)

Fach Wahrsagen:

Sieh Dir den kurzen Filmausschnitt von Harry Potter an. Beantworte anschließend die Fragen und verdiene je richtiger Antwort einen Punkt für Dein Haus.

Die Kinder sahen sich einen kurzen Filmtrailer auf einem kleinen Bildschirm an und mussten dann einige Fragen dazu beantworten. Beispiel: In welchem Stockwerk ist der verbotene Korridor? (3.) Wie viele Köpfe hat Fluffy? (3) Welchen Besen bekommt Harry Potter? (Nimbus 2000) Wieder waren die kleinen Gäste mit Feuereifer dabei.

Harry Potter Party

Schon ging es weiter mit dem Programm. Nach einer kurzen Stärkung (Saft, Schokofrösche – dafür habe ich einfach Haribo Frösche mit Schokolade glasiert – und Zauberstäbe [Mikado-Stangen]) begann der große Schulball!

Der Schulball

Begib Dich in die Große Halle zum Schulball von Hogwarts.

Hab Spaß bei lauter Musik und tanze wie wild!

Die Kinder haben getanzt, Karaoke gesungen und begeistert bei allen Spielen mitgespielt. Wir haben Stopptanz (Versteinerungszauber) gespielt und sogar mehrmals den Ententanz getanzt. Es war ein Riesenspaß für alle Gäste und auch für mich.

Harry Potter Party

Ich konnte die Feier so genießen und gestalten, weil die Oma unser kleines Muggelbaby vorzüglich betreut hat und meist das laute Zimmer verlassen hat. Nur zum Stillen wurde Prof. McGonagall ab und zu gebraucht.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Die Zeit verging zu schnell und wir mussten drei Spiele streichen ( Geschichte der Zauberei – Harry Potter Lego Männchen richtig benennen, Muggelkunde – Playstation Spiel – Fliegen klatschen, Quidditch – Landhockey)!

So folgte gleich die Verleihung des Hauspokals (ein Schlüsselanhänger für jedes Kind) und die Überprüfung des Tranks Felix Felicis im UV-Licht.

Nun ging es für die müde Bande ins:

Harry Potter Kino

Auf der großen Leinwand wurde “Harry Potter und der Stein der Weisen” gezeigt.

Begeistert sahen sich die Kids den Film an und holten sich nur ab und zu etwas vom Zaubererbuffet, an dem es Brötchen, Knabbereien und weitere Schokofrösche gab.

Harry Potter Party

Harry Potter Party

Während 2,5 Stunden Filmvergnügen konnte ich gut die Tüten befüllen (Zauberstab [vom Sohnemann aus Ästen zugeschnitten], Goldener Schnatz, Harry Potter Brille, 3 Süßigkeiten, die Phiole mit Felix Felicis und den Hauspokal [Schlüsselanhänger]).

Die Party war ein Knaller für das Geburtstagskind und alle Beteiligten! Ich hoffe der Beitrag hilft Euch weiter bzw. inspiriert Euch! Bei Fragen könnt ihr mir jederzeit ein Mail schreiben oder mich über meine Social Media Kanäle kontaktieren.

Viel Spaß beim Feiern,

Eure Christine

 

 

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Natur genießen

Diese Tage

Ja, ich bin froh, dass wir alle gesund sind!
Ich bin froh, dass wir ein Dach über dem Kopf, eine Familie, Freunde, Arbeit und Sicherheit haben! Ich bin dankbar für all diese Dinge, die nicht selbstverständlich sind!!!!

ABER: Trotzdem gibt es diese Tage an denen alles einfach beschissen ist!!!!! Und ich glaube ganz fest daran, dass jeder solche Tage hat und irgendwie hilft mir das!!! Vermutlich bin ich also zu allem Überfluss auch noch ein schlechter missgünstiger Mensch!!! Das I-Tüpfelchen in meinen finsteren Gedanken an solchen Tagen sozusagen!

Schwestern

An solchen Tagen passt einfach gar nichts!! Man steht auf und die Waage zeigt gleich mal ein Kilo mehr!!! Na das geht ja schon mal gut an!!!! Während man sich neben zwei kleinen Morgenmuffeln die Zähne putzt, hört man schon das Kleinkind schreien und das Baby weinen!!! Juhu – wieder nix mit in Ruhe schminken!!! Warum auch – der blasse unreine Teint mit den schwarzen Augenringen und den roten übermüdeten Augen steht mir eh ganz gut! Sonst erkennt mich ja niemand mehr im Kindergarten!!!

Weiter geht der Spaß am Frühstückstisch! Ein Kind will nicht zur Schule gehen, sondern gefahren werden, weil alle blöd sind und weil man eigentlich so und so lieber daheim bleiben will! Das nächste Kind hat Zahnschmerzen und kann somit heute nirgends hin!!! Während die genervte Mama versucht den Zahnarzt für einen Nottermin zu erreichen, wird das Baby gestillt und mit der anderen Hand das Kleinkind gefüttert, welches vor einigen Tagen beschlossen hat jetzt nicht mehr selbst essen zu wollen!!!

Laufrad

Und so zieht sich das durch den ganzen Tag!!! Das Baby schläft nur im Arm und lässt sich nie länger als 5 Minuten ablegen (hört sich easy an – ist aber wahnsinnig anstrengend), Trotzanfälle häufen sich, das Zahnweh kommt nach dem Arztbesuch wieder, es wird gestritten, geschrien, geweint, geschimpft, gestampft, Türen werden zugeworfen und dazu kommen die ernst zu nehmenden Sorgen der Kinder: Konflikte mit Freunden, Probleme mit Lehrern, Kindergartenverdruss, Eifersucht, Geltungsdrang, Hausübungen, Instrument-Üben, ….!

Und dann nervt plötzlich ALLES!!!!!! Der Gefrierschrank geht kaum noch auf – abtauen mag aber keiner; die Wohnsituation nervt – es ist zu eng und zu zugeramscht; sogar der benachbarte Bauernhof nervt, weil schon wieder 10000 Fliegen die Terrasse bevölkern und in die Wohnung wollen – versteht sich von selbst, dass nach dem Winter alle Fliegenklatschen verschwunden sind; geschäftliche Kontakte nerven oder haben irrsinnige Vorstellungen; es nervt, dass das Baby um 22:30 noch immer nicht schläft; es nervt, dass das nächste Wochenende mit Terminen zugepflastert ist; es nervt, dass der Kopf einfach so überfüllt ist mit all diesen Sorgen und Problemchen, dass man gar keine Zeit mehr hat um sein eigentliches Glück genießen zu können!!!

Biken

Genießen kann ich dann meist wieder, wenn wir gemeinsame entspannte Zeit verbringen und das klappt fast nur in der Natur, wenn die Kinder und auch wir einfach frei sein können!!! Da vergisst man ganz schnell die Jobs, die Schule, die Freunde, uvm. – da zählt nur noch die Familie und das gemeinsame Erleben! Das gibt einem einfach wieder Kraft und lässt diese schrecklichen, genervten Tage verblassen!!! Gott sei Dank kennen wir also das Geheimrezept – jetzt müssen wir uns nur noch dafür freischaufeln!

4 Geschwister

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Pizzabacken

Basteln to eat am Bastelfreitag

Auch wenn ich absolut nicht die Bastelqueen bin und nur talentbefreite Projekte mit meinen Kindern anpacke, denke ich, dass es sehr wichtig ist manchmal auch etwas mit den Mäusen zu gestalten, zu bekleben, zu zerschneiden, usw.! Die Großen sind selbst schon sehr kreativ und mit dem richtigen Material im Haus werden oft ganz tolle Ideen und Projekte verwirklicht. Die kleine Maus braucht natürlich noch Hilfe – alleine holt sie sich mittlerweile schon ihre Malbücher mit Buntstiften oder Wachsmalkreiden, aber auf Dauer wird das ja auch langweilig. Da ich persönlich aber – wie gesagt – lieber in der Küche als am Basteltisch tätig bin, ersetze ich das Basteln oft durch Kochen und Backen. Die Kinder können hier auch sehr kreativ sein, ihre motorischen Fähigkeiten schulen und mit dem Ergebnis haben sie mindestens genau so eine Freude. Sehr praktisch mit begrenztem Wohnraum ist übrigens auch, dass man das Ergebnis meist aufisst oder verschenkt – man pinnt also nicht noch eine Zeichnung auf die übervollen Kühlschranktür, die unter der Last der vielen Bilder schon fast am Boden schleift. 🙂

Heute haben wir gemeinsam mit unserem Übernachtungsgast selbst Pizza gebacken. Das machen wir ca. alle zwei Wochen, weil Pizza natürlich auch zu den Lieblingsgerichten hier im Hause gehört. Außerdem hat es sich unser Gast ausdrücklich gewünscht. Der beste Freund von meinem Sohn wollte schon früher nach dem Kindergarten immer Pizza belegen und daran hat sich in vielen Jahren nichts geändert. Die Kinder haben immer noch Spaß daran und das gemeinsame Essen schmeckt so und so viel besser, wenn man es vorher selbst zubereitet hat.

Pizza backen 2

Um das Ganze möglichst stressfrei und lustig zu gestalten, bereite ich alles sehr gut vor. Den Teig mache ich schon Stunden vorher und bringe ihn bereits am Blech schon schön in Form. Dann koche ich die Tomatensauce vor, reibe Mozzarella und Pizzakäse, schneide den Schinken klein, öffne Mais- und/oder Thunfischdosen und fülle alles in kleine Schüsseln. Die Kinder dürfen dann kochen wie ein Fernsehkoch und die vorbereiteten Zutaten künstlerisch auf dem Teig drapieren. Mit vollem Einsatz und Eifer war die Truppe heute wieder am Werk – dafür wird sogar gerne die mitgebrachte Nintendo Switch zur Seite gelegt und das freut mich natürlich besonders. Mamas Sieg über die Technik. (Zumindest kurzfristig.)

Das Grundrezept habe ich aus dem Thermomix Kochbuch „Jeden Tag genießen“!Für 4 kleine Pizzen (Platz auf 2 Backblechen) mache ich folgenden Pizzateig:

525g Mehl, 300g lauwarmes Wasser, 1 Würfel Hefe, 35g Olivenöl, 1,5 TL Salz, 1 Prise Zucker! Ca. 30 Minuten gehen lassen und dann gleich am Backblech auf dem Backpapier in die gewünschte Form bringen.

Die Tomatensauce mache ich wie folgt: 1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe klein hacken und in Olivenöl anschwitzen, 400g gehackte Tomaten, 1 TL Salz, 20g Tomatenmark, etwas Zucker, Pfeffer, Paprika edelsüß und Oregano dazu und einige Minuten köcheln lassen.

Pizza für alle

Wir belegen unsere Pizza immer mit Tomatensauce, geriebenem Mozzarella, Schinken, Mais, (evtl. Salami, Thunfisch, Zwiebelringe), Pizzakäse und einer Prise Oregano!

Bei 200Grad ca. 20 Minuten ins Rohr und gemeinsam mit den kleinen Künstlern genießen. Basteln to eat ist so ganz mein Ding! Vielleicht liegt euch das auch! 🙂

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Stillen und Familie

Meine Stillausrüstung

Ich stille jetzt mein viertes Kind und habe bereits einiges probiert und ausgetestet. In diesem Post möchte ich Euch aufzählen, was mir wirklich immer weitergeholfen hat und was für mich zu einer Stillmahlzeit einfach dazugehört.

  1. Sorge immer für gute Unterstützung in Form von Polstern und/oder Stillkissen und mach es Dir gemütlich. So eine Stillmahlzeit kann schon dauern und Du willst Dein Baby dann vielleicht nicht mittendrin „abdocken“, weil Du es in dieser Position nicht mehr aushältst oder Dein Rücken oder Dein Arm zu schmerzen beginnen.
  2. Verwende – bei Bedarf – Stilleinlagen. Nichts ist unangenehmer als einen nassen BH inkl. nassem T-Shirt zu tragen. Mir wird da immer sofort eiskalt und sehr hübsch sieht es in der Öffentlichkeit ja auch nicht aus. Am liebsten verwende ich übrigens Lansinoh Stilleinlagen. Die sind schön dünn und auch groß genug, dass ein Verrutschen das Ganze nicht gleich völlig sinnlos macht. Ich habe schon viele Marken probiert, aber die meisten waren mir zu dick (nicht sehr schick unter einer Bluse) oder zu klein. Noch ein Zusatztipp: Ich lege diese Einlagen nur in den Still-BH und klebe sie nicht fest. Schon zu oft hatte ich eine Klebefläche auf der Brustwarze – wahnsinnig angenehm, wenn man vielleicht so und so gerade offen oder zumindest sehr empfindlich ist!!! Autsch!!! Die halten auch so sehr gut im BH und ich erspar mir die „Abziehschmerzen“, wenn mal wieder Eine am falschen Ort festklebt.
  3. Bei leichten Schmerzen sofort eine Brustwarzensalbe verwenden. Ich habe bei allen drei Kindern die gleiche Salbe benutzt und erst jetzt bei meiner vierten Stillbeziehung die für mich beste Brustwarzensalbe entdeckt – ebenfalls von Lansinoh. (Und nein – ich habe keine Kooperation mit Lansinoh – obwohl ich mir da einiges sparen würde monatlich! 😉 Ist wirklich meine ganz ehrliche Meinung.)
  4. Wenn die Schmerzen schlimmer werden, habe ich meine Geheimwaffe im Kühlschrank parat liegen: Die Multi-Mam Kompressen. Sie sind mit einem Gel beschichtet und frisch aus dem Kühlschrank herrlich kalt – das lindert sofort und heilt verletzte Brustwarzen. Einfach in den BH und maximal eine Stunde drauf lassen. Wirklich toll und angenehm.Stillen
  5. Vorher warm – danach kalt! Bei meinem dritten Kind habe ich die Warnsignale übersehen und mir einen Milchstau mit Fieber, Schüttelfrost und schrecklichen Schmerzen in der Brust zugezogen. Ich habe die Warnsignale einer vollen, heißen Brust nicht richtig gedeutet, hatte dann tagelang schreckliche Schmerzen und musst vor jeder Stillmahlzeit ein Kirschkernkissen und nach jeder Stillmahlzeit ein Kühlpack oder kalten Topfen auflegen. Dieses mal reagiere ich schneller und mit weniger „Sauerei“, weil ich die Busenfreundinnen von Kaiserschlüpfer Hamburg verwende. So kann ich ganz easy vor dem Stillen wärmen um die Milch zum Fließen zu bringen und danach kühlen. Wirklich sehr praktisch.
  6. Investiert in Stillkleidung oder sucht Euch Outfits im Zwiebellook zusammen! Gerade unterwegs ist es einfach praktisch, wenn man nicht lange an sich herumschälen muss und dann nicht halbnackt im Einkaufszentrum sitzt, weil man die Brust nur schwer aus seinem Rollkragenkleid fischen kann. Ich liebe Still-Shirts oder einfach ein Trägertop und darüber einen Pullover – Pulli nach oben – Trägertop nach unten – fertig. Praktisch sind auch Cardigans und Twinsets, die man vorne öffnen kann.
  7. Gute Still-BHs sind wirklich ihr Geld wert!!!! Hier kann ich Anita BHs empfehlen. Diese BHs geben wirklich Halt und sind gut durchdacht. Außerdem gibt es wirklich hübsche Unterwäsche in jeder Körbchengröße. Ich persönlich trage auch nachts gerne einen Still-BH – zumindest solange ich Stilleinlagen tragen muss. Für die Nacht bevorzuge ich ganz weiche BHs z.B. von Bonprix.Stillen 2
  8. Eine wichtige Investition war für mich dieses mal der Still-Pyjama. Bei meinen Sommer-Babys war ein Still-Shirt oder ein Nachthemd mit Knöpfen völlig ausreichend. Bei einem Winterbaby friert man da aber sehr schnell, wenn man in der Nacht mehr stillt als „nicht stillt“! Mit einem gut durchdachten Still-Pyjama wird einem nicht kalt, weil man wirklich nur die Brust frei machen kann
  9. WASSER! Nicht nur dass man in der Stillzeit allgemein mehr trinken soll, man hat auch während dem Stillen einen riesigen Durst. Also – großes Glas Wasser oder Wasserflasche bereitstellen – sonst muss man erst recht wieder aufstehen.
  10. Handy, Fernbedienung für den Fernseher oder Buch bereitlegen. Wie gesagt so eine Stillmahlzeit kann schon etwas dauern und irgendwann kann man den Blick von seinem Liebling vielleicht auch lösen und sich anderweitig berieseln lassen.
  11. Um einen Milchstau zu vermeiden immer beide Brüste (abwechselnd) entleeren. Ich persönlich vergesse oft, welche Seite zuletzt dran war. Ein kleines Mascherl oä. auf dem BH-Träger erinnert einen sehr gut daran, welche Seite zuletzt dran war.
  12. Am Anfang immer den C-Griff anwenden um dem Baby das erste Ansaugen zu erleichtern. (Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger) Auf diese Art bekommt das Baby die Brustwarze leichter zu fassen und man erspart sich diese Stillhütchen aus Plastik, die immer verrutschen und meiner Meinung nach das Stillen stark verkomplizieren. (Bei meinem ersten Kind plagte ich mich einige Zeit damit ab.)
  13. Anfangs auch immer verschiedene Positionen ausprobieren – Wiegehaltung, seitlich liegend, das Baby seitlich mit den Beinen Richtung Rücken! Vermeidet zu Beginn auch Parfum – der Mamaduft ist den Kleinen am liebsten.
  14. Vielleicht möchtet ihr Euch auch eine Milchpumpe besorgen. So ein Ding kann auf jeden Fall praktisch sein. Ob eine kleine manuelle Pumpe für Euch ausreicht oder ob ihr eine große automatisch Pumpe braucht, kommt auf den Bedarf und Euer Vorhaben an.
  15. Genießt diese wunderbare Zeit so gut es geht und haltet Euch die vielen Vorteile vor Augen. Es ist nicht nur gesund, günstig und praktisch, sondern auch wunderschön und verbindet Euch auf eine ganz besondere Weise mit Eurem Kind.
  16. Versteckt und schämt Euch nicht!!! Ich selbst kam mit dem Stillen zum ersten Mal in Berührung nachdem ich meinen Sohn bekommen hatte. Ich kannte das einfach nicht und es war für mich so gut wie unmöglich vor fremden Menschen zu stillen. Es war mir peinlich und unangenehm. Ich erinnere mich an einen wunderschönen Nachmittag im Frühling. Meine Freundinnen saßen mit ihren Kaffees mit Blick auf die Hellbrunner Allee auf der Terrasse eines schönen Gasthauses und plauderten. Ich saß inzwischen im Keller auf der Toilette um meinen Sohn zu stillen!!!!!!! Unglaublich wie sehr ich mir selbst diese erste Zeit vermiest habe. Mittlerweile denke und handle ich da ganz anders. Man muss sich ja nicht provokativ komplett oben ohne in die erste Reihe einer Kirche setzen ;-), aber man muss sich auch auf keinen Fall mit schwarzen Tüchern vermummen oder auf Toiletten verstecken. Mein Kind will essen – Punkt um! Meine größte Fehlinvestition diesbezüglich war ein Stillponcho um Fremden den Blick auf die Brust zu nehmen. Das arme Baby!!!!!! Wir essen ja auch nicht unter einer dunklen Decke. Die einzige Berechtigung für so einen Poncho sehe ich an kalten Tagen im Freien um Mama und Baby vor der Kälte zu schützen. (Dafür ist mein Exemplar allerdings zu dünn.)

 

Wie sieht mein Couchtisch also bei einer Stillmahlzeit optimaler Weise aus:

Stillutensilien

  • Polster/Stillkissen
  • Stilleinlagen
  • Brustwarzensalbe
  • Evtl. Kompressen
  • Evtl. warme und kalte Auflagen
  • Stillkleidung/Still-BH
  • Wasser
  • Unterhaltung (Buch, Fernbedienung, Handy)

Ich hoffe ihr konntet Euch ein paar Tipps holen!

Bei Fragen könnt ihr Euch gerne jederzeit melden.

Alles Liebe Eure Christine!

PS: Post enthält unbezahlte Werbung aus Überzeugung!

 

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„Dein Weg zu uns” oder “Der 4. Kaiserschnitt”

Dieses mal kannte ich die Prozedur schon. Eine Woche vor dem vereinbarten Geburtstermin wurde Alles mit dem Arzt besprochen, wir schmunzelten über meine Todesängste beim letzten Kaiserschnitt und meine vielen Abschiedsbriefe, die ich damals am Vorabend schrieb. Jetzt war ich viel ruhiger. Ich wusste, dass ich statistisch gesehen eher im Auto auf der Fahrt ins Krankenhaus sterben würde als im OP und sparte mir daher die Horrorszenarien von einsam aufwachsenden Kindern ohne die Liebe einer echten Mama. (Schon bei dem Gedanken daran, kommen mir immer die Tränen!)

Emotional hatte ich mich und mein Baby auf diesen Tag gut vorbereitet. Mit meiner „Maria für Alles“ leistete ich gute Vorarbeit. (Eigentlich meine Physiotherapeutin, die aber auch craniosacrale Behandlungen macht, ein Studium zur Gehirnforschung absolviert hat und viele Mamas und Kinder auf ihrem Weg begleitet. Irgendwie ist sie auch meine Psychologin – also einfach eine Wohltat für Körper und Geist.) Wir sprachen viel über Ängste – auch über die Angst vor dem eigenen Tod – und ich vermittelte meinem Baby schon im Bauch, dass dies einfach unser Weg sei.

 

„Das ist Dein spezieller Weg ins Leben!

Diese Ängste betreffen nur mich!

Für Dich ist alles gut und in Ordnung kleines Baby!“

 

Wie es als Großfamilienmama eben so ist, hatte ich am Tag der OP sehr viel um die Ohren und eine extralange Hausübung verbunden mit einer enormen Unlust des Sohnemanns führten dazu, dass ich am späten Nachmittag sogar etwas zu spät zum „Check-In“ ins Krankenhaus raste. Mit drei Kindern, einem nervösen Ehemann und einem Riesenkoffer – ausreichend für eine Weltreise (immerhin mussten da ja Geschenke für drei große Geschwister rein passen) – stürmten wir also auf die Station, die wir von den anderen drei Geburten schon so gut kannten. Die Schwestern, Anästhesisten, Hebammen und Ärzte nahmen uns durch die Verzögerung natürlich gleich mit diversen Formularen und Untersuchungen in Beschlag und die Kids zerlegten in der Zwischenzeit fast das ganze Krankenzimmer bis sie von einer netten Schwester ein Abendessen spendiert bekamen. Wie immer bei uns war es laut, lustig und turbulent. Doch dann kam der Abschied – ich und zwei von drei Kids weinten – Drama pur! Ich konnte mich aber wieder schnell sammeln und verbrachte den Abend (nach meinem CTG) am Lap Top mit diversen Erledigungen. Schlafen konnte ich dennoch kaum.

Um 06:00 Uhr wurde ich geweckt, durfte noch schnell duschen und musste dann schon in den OP-Kittel schlüpfen. Ein Zugang wurde gelegt und ich bekam eine Infusion. Es wurde jetzt also ernst und die Nervosität stieg. Um 07:00 Uhr kam endlich mein Mann, der vorher noch die Kinder an die Oma übergeben hatte. Endlich war mein Fels in der Brandung da. Von da an lief es irgendwie wie am Schnürchen. Ich bekam meine Wunschhebamme (nicht sehr wichtig beim Kaiserschnitt, aber trotzdem nett), die auch gleich noch mal unseren Kinderarzt kontaktierte, der auch gleich fix zusagte. Juhu! Ich durfte dann – natürlich bewaffnet mit meinem roten Handtuch, in das jedes meiner Kinder gleich nach der Geburt gewickelt wurde – selbst in den Vorraum des OP’s spazieren und wurde nicht wie sonst im Bett hingefahren. Für Kreislauf, Wohlbefinden und Sodbrennen eine echte Wohltat. Noch eine Neuerung seit dem 3. Kaiserschnitt > bevor es in den OP ging, gab es noch einen Saft gegen das Aufstoßen der Magensäure. Yessss – noch eine Sorge weniger – hatte ich doch beim 3. Kaiserschnitt noch am OP-Tisch gekotzt, weil ich gefühlt einen Liter Magensäure im Mund hatte. Ein leckerer Cocktail war es geschmacklich natürlich nicht, aber wenns hilft – na gut.

Dann wurden wir getrennt und tatsächlich wendete sich für mich kurzzeitig das Blatt. Während mein Mann in einer Schleuse vorbereitet wurde, wurde ich – noch gut gelaunt – in den OP geschoben und mein Rücken wurde für die Spinalanästhesie vorbereitet. Gewohnter Ablauf – locker lassen – Füße baumeln nach unten – Schultern fest nach unten – und los! Dieses Mal ging die Nadel aber wohl nicht so einfach rein und ich spürte dieses „Gestochere“ in meinem Rücken sehr stark und für mich eine halbe Ewigkeit. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen und eine gigantische Übelkeit überfiel mich. Das OP-Team reagierte sehr schnell, lagerte meine Füße hoch und schon konnte es weitergehen mit dem „Gestochere“. Ich biss die Zähne zusammen, aber so ganz erholte ich mich nicht mehr davon. Die Betäubung wirkte dann sofort gut und das Team um mich legte so richtig los. Für mich war das in dem Moment vermutlich zu viel auf einmal: Ein Pfleger legte meine betäubten Beine nach oben, die Hebamme legte den Katheter, links bekam ich wieder irgendeine Infusion angehängt und rechts den Fingerclip für die Vitalfunktionen. Hinter mir stellte ein Pfleger das Kopfteil höher und als ich dann auch noch eine Sauerstoffmaske aufs Gesicht bekam, sah ich plötzlich rot. Zum ersten mal in meinem Leben hatte ich eine richtige Panikattacke. Ich schrie, fuchtelte panisch herum und mir wurde kotzübel. Alles drehte sich – es war schrecklich. Ich wusste, dass ich da durch musste, konnte mich aber einfach nicht mehr selbst beruhigen. Erst als ich meinen Gynäkologen neben mir sah, wurde ich eher weinerlich und ich rief ihm verzweifelt zu: „Ich schaffe das dieses mal nicht!“ Er sagte ganz ruhig, dass das kein Problem wäre und wenn es nicht ginge, bekäme ich ganz schnell eine Vollnarkose. Und plötzlich konnte ich wieder klarer denken: Weglaufen war keine Option und im Tiefschlaf zu liegen während andere MEIN Baby umsorgten auch nicht! Also hieß es: Augen zu und durch!

Endlich durfte mein Mann zu mir und es ging los. Ein Ruckeln, ein Wackeln, ein großer Mann, der so fest von oben auf meinen Bauch drückte, dass mir die Luft wegblieb und dann dieser magische Moment, als mein Arzt dieses wundervolle Wesen über den Trennvorhang (zwischen mir und meinem Bauch) hob und sagte: „Da haben wirs ja!“ Und ich war schon so gespannt und neugierig, dass ich tatsächlich – ganz oberflächlich – zuerst nach dem Geschlecht fragte: „Was haben wir denn bekommen?“ „Ein Mäderl!“ war die Antwort. Da ich so extrem auf einen Bub eingestellt war, musste ich das erst einmal kurz sacken lassen. Und dann endlich durfte ich sie halten. Ich hatte panische Angst sie fallen zu lassen, weil ich ja noch halbgelähmt am OP-Tisch lag. Aber wir hatten ja den frisch gebackenen 4-fach Papa bei uns, der schützend seine Arme um uns beide legte.

Liebe Zuckerpuppe – Du lagst in meinen Armen und hast kurz geweint. Ich durfte erstmals Deine zarten Wangen streicheln und küssen und Dir ins Ohr flüstern, dass Du jetzt und für immer bei Deiner Mama bist! Du wurdest ganz ruhig und hast nicht mehr geweint. Auf einen Schlag waren wir miteinander verbunden und verspürten tiefstes Vertrauen zueinander. Ja – ich glaube wir beide empfanden das so! Auf einen Schlag war der letzte Platz in meinem Herzen gefüllt mit der unendlich großen Liebe zu Dir! Jegliche Panik war verschwunden – kitschig aber wahr – übrig blieb nur noch das pure Glück!!!

PS: Die ersten Tage nach der Geburt bedürfen eines eigenen Berichtes, der – je nach Laune meiner Kids – hoffentlich bald folgt.

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Familienshooting im Herbst

Willkommen bei den lauten Nachbarn

Ich kann es kaum glauben – endlich habe ich hier meine eigene Plattform! Willkommen bei den lauten Nachbarn!

Spaziergang mit Familie

Die lauten Nachbarn – das sind wir – meine lustige, bunte, laute Familie und ich! Aber warum ein Blog? Warum um Gottes Willen noch so ein Familien Blog?? Also vor allem, weil ich nach vielen Jahren Kinderbetreuung mal wieder etwas anderes als den wöchentlichen Einkaufszettel schreiben möchte und in meinem Kopf grundsätzlich immer tausende Ideen und Projekte herumschwirren, von denen ich Euch in Zukunft hier berichten möchte. Nachdem wir im Jänner unser viertes Wunder erwarten und nun wirklich ein Kind in jeder Altersklasse unter unserem Dach haben, sind wir vielleicht bald eigenartig genug, sodass auch unser Alltag für viele von Euch interessant sein könnte.

Was erwartet Euch hier? Wir sind weder reich, noch berühmt, noch können wir uns als Supermodels vermarkten. Die monatliche Mexiko-Reise, Markentäschchen am roten Teppich oder Einrichtungstipps für Luxusvillen wird es hier also nicht geben. Dafür ganz viel echtes Leben und Tipps für ganz normale Familien, die für Euch hoffentlich genauso nützlich wie amüsant und unterhaltsam sein werden.

Paar im Herbst

Ich bin Christine und lebe mit meinen Kindern und meinem Mann im wunderschönen Salzburg. Während meiner Karenzzeit leite ich ein Eltern-Kind-Zentrum und auch immer 1-2 Eltern-Kind-Gruppen. Mit meiner Familie mache ich gerne Ausflüge verschiedenster Art, wir lieben Partys und Familienfeste wofür wir auch gerne backen und kochen und genießen das Leben in vollen Zügen.

So bunt wie wir – so bunt soll auch dieser Blog werden. Schon oft habe ich den Tipp erhalten, ich solle mich doch auf ein Thema spezialisieren und mich dann nur noch darauf konzentrieren. Also wirklich – ich bin doch multitaskingfähig. Das Leben ist zu vielseitig und zu bunt. Und ich selbst habe schon immer viel zu viele Interessen, Hobbys und Ideen – es würde mich umbringen, könnte ich hier nur über Kuchenrezepte schreiben.

Ich freue mich über jeden Besucher hier und hoffe auf einen regen Austausch mit Euch. (Schnappschüsse aus unserem verrückten Alltag findet ihr weiterhin auf Instagram und Facebook.)

Eure Christine

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