Die lauten Nachbarn

Der Mama-Blog aus Salzburg

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Stillen und Familie

Meine Stillausrüstung

Ich stille jetzt mein viertes Kind und habe bereits einiges probiert und ausgetestet. In diesem Post möchte ich Euch aufzählen, was mir wirklich immer weitergeholfen hat und was für mich zu einer Stillmahlzeit einfach dazugehört.

  1. Sorge immer für gute Unterstützung in Form von Polstern und/oder Stillkissen und mach es Dir gemütlich. So eine Stillmahlzeit kann schon dauern und Du willst Dein Baby dann vielleicht nicht mittendrin „abdocken“, weil Du es in dieser Position nicht mehr aushältst oder Dein Rücken oder Dein Arm zu schmerzen beginnen.
  2. Verwende – bei Bedarf – Stilleinlagen. Nichts ist unangenehmer als einen nassen BH inkl. nassem T-Shirt zu tragen. Mir wird da immer sofort eiskalt und sehr hübsch sieht es in der Öffentlichkeit ja auch nicht aus. Am liebsten verwende ich übrigens Lansinoh Stilleinlagen. Die sind schön dünn und auch groß genug, dass ein Verrutschen das Ganze nicht gleich völlig sinnlos macht. Ich habe schon viele Marken probiert, aber die meisten waren mir zu dick (nicht sehr schick unter einer Bluse) oder zu klein. Noch ein Zusatztipp: Ich lege diese Einlagen nur in den Still-BH und klebe sie nicht fest. Schon zu oft hatte ich eine Klebefläche auf der Brustwarze – wahnsinnig angenehm, wenn man vielleicht so und so gerade offen oder zumindest sehr empfindlich ist!!! Autsch!!! Die halten auch so sehr gut im BH und ich erspar mir die „Abziehschmerzen“, wenn mal wieder Eine am falschen Ort festklebt.
  3. Bei leichten Schmerzen sofort eine Brustwarzensalbe verwenden. Ich habe bei allen drei Kindern die gleiche Salbe benutzt und erst jetzt bei meiner vierten Stillbeziehung die für mich beste Brustwarzensalbe entdeckt – ebenfalls von Lansinoh. (Und nein – ich habe keine Kooperation mit Lansinoh – obwohl ich mir da einiges sparen würde monatlich! 😉 Ist wirklich meine ganz ehrliche Meinung.)
  4. Wenn die Schmerzen schlimmer werden, habe ich meine Geheimwaffe im Kühlschrank parat liegen: Die Multi-Mam Kompressen. Sie sind mit einem Gel beschichtet und frisch aus dem Kühlschrank herrlich kalt – das lindert sofort und heilt verletzte Brustwarzen. Einfach in den BH und maximal eine Stunde drauf lassen. Wirklich toll und angenehm.Stillen
  5. Vorher warm – danach kalt! Bei meinem dritten Kind habe ich die Warnsignale übersehen und mir einen Milchstau mit Fieber, Schüttelfrost und schrecklichen Schmerzen in der Brust zugezogen. Ich habe die Warnsignale einer vollen, heißen Brust nicht richtig gedeutet, hatte dann tagelang schreckliche Schmerzen und musst vor jeder Stillmahlzeit ein Kirschkernkissen und nach jeder Stillmahlzeit ein Kühlpack oder kalten Topfen auflegen. Dieses mal reagiere ich schneller und mit weniger „Sauerei“, weil ich die Busenfreundinnen von Kaiserschlüpfer Hamburg verwende. So kann ich ganz easy vor dem Stillen wärmen um die Milch zum Fließen zu bringen und danach kühlen. Wirklich sehr praktisch.
  6. Investiert in Stillkleidung oder sucht Euch Outfits im Zwiebellook zusammen! Gerade unterwegs ist es einfach praktisch, wenn man nicht lange an sich herumschälen muss und dann nicht halbnackt im Einkaufszentrum sitzt, weil man die Brust nur schwer aus seinem Rollkragenkleid fischen kann. Ich liebe Still-Shirts oder einfach ein Trägertop und darüber einen Pullover – Pulli nach oben – Trägertop nach unten – fertig. Praktisch sind auch Cardigans und Twinsets, die man vorne öffnen kann.
  7. Gute Still-BHs sind wirklich ihr Geld wert!!!! Hier kann ich Anita BHs empfehlen. Diese BHs geben wirklich Halt und sind gut durchdacht. Außerdem gibt es wirklich hübsche Unterwäsche in jeder Körbchengröße. Ich persönlich trage auch nachts gerne einen Still-BH – zumindest solange ich Stilleinlagen tragen muss. Für die Nacht bevorzuge ich ganz weiche BHs z.B. von Bonprix.Stillen 2
  8. Eine wichtige Investition war für mich dieses mal der Still-Pyjama. Bei meinen Sommer-Babys war ein Still-Shirt oder ein Nachthemd mit Knöpfen völlig ausreichend. Bei einem Winterbaby friert man da aber sehr schnell, wenn man in der Nacht mehr stillt als „nicht stillt“! Mit einem gut durchdachten Still-Pyjama wird einem nicht kalt, weil man wirklich nur die Brust frei machen kann
  9. WASSER! Nicht nur dass man in der Stillzeit allgemein mehr trinken soll, man hat auch während dem Stillen einen riesigen Durst. Also – großes Glas Wasser oder Wasserflasche bereitstellen – sonst muss man erst recht wieder aufstehen.
  10. Handy, Fernbedienung für den Fernseher oder Buch bereitlegen. Wie gesagt so eine Stillmahlzeit kann schon etwas dauern und irgendwann kann man den Blick von seinem Liebling vielleicht auch lösen und sich anderweitig berieseln lassen.
  11. Um einen Milchstau zu vermeiden immer beide Brüste (abwechselnd) entleeren. Ich persönlich vergesse oft, welche Seite zuletzt dran war. Ein kleines Mascherl oä. auf dem BH-Träger erinnert einen sehr gut daran, welche Seite zuletzt dran war.
  12. Am Anfang immer den C-Griff anwenden um dem Baby das erste Ansaugen zu erleichtern. (Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger) Auf diese Art bekommt das Baby die Brustwarze leichter zu fassen und man erspart sich diese Stillhütchen aus Plastik, die immer verrutschen und meiner Meinung nach das Stillen stark verkomplizieren. (Bei meinem ersten Kind plagte ich mich einige Zeit damit ab.)
  13. Anfangs auch immer verschiedene Positionen ausprobieren – Wiegehaltung, seitlich liegend, das Baby seitlich mit den Beinen Richtung Rücken! Vermeidet zu Beginn auch Parfum – der Mamaduft ist den Kleinen am liebsten.
  14. Vielleicht möchtet ihr Euch auch eine Milchpumpe besorgen. So ein Ding kann auf jeden Fall praktisch sein. Ob eine kleine manuelle Pumpe für Euch ausreicht oder ob ihr eine große automatisch Pumpe braucht, kommt auf den Bedarf und Euer Vorhaben an.
  15. Genießt diese wunderbare Zeit so gut es geht und haltet Euch die vielen Vorteile vor Augen. Es ist nicht nur gesund, günstig und praktisch, sondern auch wunderschön und verbindet Euch auf eine ganz besondere Weise mit Eurem Kind.
  16. Versteckt und schämt Euch nicht!!! Ich selbst kam mit dem Stillen zum ersten Mal in Berührung nachdem ich meinen Sohn bekommen hatte. Ich kannte das einfach nicht und es war für mich so gut wie unmöglich vor fremden Menschen zu stillen. Es war mir peinlich und unangenehm. Ich erinnere mich an einen wunderschönen Nachmittag im Frühling. Meine Freundinnen saßen mit ihren Kaffees mit Blick auf die Hellbrunner Allee auf der Terrasse eines schönen Gasthauses und plauderten. Ich saß inzwischen im Keller auf der Toilette um meinen Sohn zu stillen!!!!!!! Unglaublich wie sehr ich mir selbst diese erste Zeit vermiest habe. Mittlerweile denke und handle ich da ganz anders. Man muss sich ja nicht provokativ komplett oben ohne in die erste Reihe einer Kirche setzen ;-), aber man muss sich auch auf keinen Fall mit schwarzen Tüchern vermummen oder auf Toiletten verstecken. Mein Kind will essen – Punkt um! Meine größte Fehlinvestition diesbezüglich war ein Stillponcho um Fremden den Blick auf die Brust zu nehmen. Das arme Baby!!!!!! Wir essen ja auch nicht unter einer dunklen Decke. Die einzige Berechtigung für so einen Poncho sehe ich an kalten Tagen im Freien um Mama und Baby vor der Kälte zu schützen. (Dafür ist mein Exemplar allerdings zu dünn.)

 

Wie sieht mein Couchtisch also bei einer Stillmahlzeit optimaler Weise aus:

Stillutensilien

  • Polster/Stillkissen
  • Stilleinlagen
  • Brustwarzensalbe
  • Evtl. Kompressen
  • Evtl. warme und kalte Auflagen
  • Stillkleidung/Still-BH
  • Wasser
  • Unterhaltung (Buch, Fernbedienung, Handy)

Ich hoffe ihr konntet Euch ein paar Tipps holen!

Bei Fragen könnt ihr Euch gerne jederzeit melden.

Alles Liebe Eure Christine!

PS: Post enthält unbezahlte Werbung aus Überzeugung!

 

Beschütztes Baby

Kann man ein Baby zu viel verwöhnen?

Da liegst Du – so zart, so hilflos, angewiesen auf meine Hilfe, meine Zuneigung!!! Du bist eingewickelt in eine weiche, warme Decke und siehst mich mit großen Augen an!!!

Portrait Baby

Nur ich kann Dich wärmen, stillen, wickeln, tragen und Dir all meine Liebe geben!! Und dann höre ich, dass ich Dich nicht verwöhnen soll, dass ich Dich verziehe, dass ich Dich ruhig mal weinen lassen soll!!

Weinen ist Deine einzige Möglichkeit mir zu zeigen, dass Du etwas von mir brauchst!!! Vielleicht ist Dir kalt, vielleicht hast Du Hunger, Durst, eine nasse Windel, Bauchweh oder Du bist einfach einsam oder hast Angst! Selbst kannst Du nichts an dieser Situation ändern! Du brauchst meine Hilfe – die Hilfe Deiner Mama!!! Wie kann es verwöhnen oder verziehen sein, wenn ich Deine Grundbedürfnisse stille?? Jeder Mensch befriedigt doch so schnell wie möglich seine Grundbedürfnisse – aber ein kleines Baby soll ich alleine weinen lassen, weil ich es nicht verwöhnen will???

Heute Nacht hattest Du erstmals Fieber und starken Schnupfen. Ich hatte große Sorge um Dich, weil ein 3,5 Wochen altes Baby Fieber noch nicht so gut verarbeiten kann. Der Wecker hat alle 2 Stunden geläutet, sollte ich versehentlich einschlafen. Die ganze Nacht habe ich regelmäßig Fieber gemessen, die Nase abgesaugt, Dich gewickelt und ganz viel getröstet und gestreichelt. Hätte ich Dich – wie einem ja oft empfohlen wird – in Dein eigenes Bettchen in ein anderes Zimmer gelegt und Dich weinen gelassen, hätte ich wohl erst spät oder vielleicht gar nicht mitbekommen, wie sehr Du leidest und wie sehr Du Deine Mama brauchst.

Portrait Baby und Mama

Ich verwöhne Dich gerne mein Schatz!!! Ich streichle Dich, ich spreche sanft zu Dir, ich wiege Dich in den Schlaf, trage Dich und stille ganz nach Bedarf – so oft Du eben Hunger hast und nicht weil mir die Uhr zeigt, dass Du jetzt Hunger haben darfst!!! Dieses Verwöhnen – das sind die Momente, die uns so sehr verbinden, die Uns beide glücklich und zufrieden und mich stolz und stark machen!!!

Verwöhnt nach Lust und Laune liebe Mamis und lasst Euch kein schlechtes Gewissen einreden, weil ihr eurem Herz und Instinkt folgt und einfach Alles für Euer Baby machen würdet!!! Verwöhnt Eure Kinder und auch Euch selbst so oft und so liebevoll wie möglich.

„Dein Weg zu uns” oder “Der 4. Kaiserschnitt”

Dieses mal kannte ich die Prozedur schon. Eine Woche vor dem vereinbarten Geburtstermin wurde Alles mit dem Arzt besprochen, wir schmunzelten über meine Todesängste beim letzten Kaiserschnitt und meine vielen Abschiedsbriefe, die ich damals am Vorabend schrieb. Jetzt war ich viel ruhiger. Ich wusste, dass ich statistisch gesehen eher im Auto auf der Fahrt ins Krankenhaus sterben würde als im OP und sparte mir daher die Horrorszenarien von einsam aufwachsenden Kindern ohne die Liebe einer echten Mama. (Schon bei dem Gedanken daran, kommen mir immer die Tränen!)

Emotional hatte ich mich und mein Baby auf diesen Tag gut vorbereitet. Mit meiner „Maria für Alles“ leistete ich gute Vorarbeit. (Eigentlich meine Physiotherapeutin, die aber auch craniosacrale Behandlungen macht, ein Studium zur Gehirnforschung absolviert hat und viele Mamas und Kinder auf ihrem Weg begleitet. Irgendwie ist sie auch meine Psychologin – also einfach eine Wohltat für Körper und Geist.) Wir sprachen viel über Ängste – auch über die Angst vor dem eigenen Tod – und ich vermittelte meinem Baby schon im Bauch, dass dies einfach unser Weg sei.

 

„Das ist Dein spezieller Weg ins Leben!

Diese Ängste betreffen nur mich!

Für Dich ist alles gut und in Ordnung kleines Baby!“

 

Wie es als Großfamilienmama eben so ist, hatte ich am Tag der OP sehr viel um die Ohren und eine extralange Hausübung verbunden mit einer enormen Unlust des Sohnemanns führten dazu, dass ich am späten Nachmittag sogar etwas zu spät zum „Check-In“ ins Krankenhaus raste. Mit drei Kindern, einem nervösen Ehemann und einem Riesenkoffer – ausreichend für eine Weltreise (immerhin mussten da ja Geschenke für drei große Geschwister rein passen) – stürmten wir also auf die Station, die wir von den anderen drei Geburten schon so gut kannten. Die Schwestern, Anästhesisten, Hebammen und Ärzte nahmen uns durch die Verzögerung natürlich gleich mit diversen Formularen und Untersuchungen in Beschlag und die Kids zerlegten in der Zwischenzeit fast das ganze Krankenzimmer bis sie von einer netten Schwester ein Abendessen spendiert bekamen. Wie immer bei uns war es laut, lustig und turbulent. Doch dann kam der Abschied – ich und zwei von drei Kids weinten – Drama pur! Ich konnte mich aber wieder schnell sammeln und verbrachte den Abend (nach meinem CTG) am Lap Top mit diversen Erledigungen. Schlafen konnte ich dennoch kaum.

Um 06:00 Uhr wurde ich geweckt, durfte noch schnell duschen und musste dann schon in den OP-Kittel schlüpfen. Ein Zugang wurde gelegt und ich bekam eine Infusion. Es wurde jetzt also ernst und die Nervosität stieg. Um 07:00 Uhr kam endlich mein Mann, der vorher noch die Kinder an die Oma übergeben hatte. Endlich war mein Fels in der Brandung da. Von da an lief es irgendwie wie am Schnürchen. Ich bekam meine Wunschhebamme (nicht sehr wichtig beim Kaiserschnitt, aber trotzdem nett), die auch gleich noch mal unseren Kinderarzt kontaktierte, der auch gleich fix zusagte. Juhu! Ich durfte dann – natürlich bewaffnet mit meinem roten Handtuch, in das jedes meiner Kinder gleich nach der Geburt gewickelt wurde – selbst in den Vorraum des OP’s spazieren und wurde nicht wie sonst im Bett hingefahren. Für Kreislauf, Wohlbefinden und Sodbrennen eine echte Wohltat. Noch eine Neuerung seit dem 3. Kaiserschnitt > bevor es in den OP ging, gab es noch einen Saft gegen das Aufstoßen der Magensäure. Yessss – noch eine Sorge weniger – hatte ich doch beim 3. Kaiserschnitt noch am OP-Tisch gekotzt, weil ich gefühlt einen Liter Magensäure im Mund hatte. Ein leckerer Cocktail war es geschmacklich natürlich nicht, aber wenns hilft – na gut.

Dann wurden wir getrennt und tatsächlich wendete sich für mich kurzzeitig das Blatt. Während mein Mann in einer Schleuse vorbereitet wurde, wurde ich – noch gut gelaunt – in den OP geschoben und mein Rücken wurde für die Spinalanästhesie vorbereitet. Gewohnter Ablauf – locker lassen – Füße baumeln nach unten – Schultern fest nach unten – und los! Dieses Mal ging die Nadel aber wohl nicht so einfach rein und ich spürte dieses „Gestochere“ in meinem Rücken sehr stark und für mich eine halbe Ewigkeit. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen und eine gigantische Übelkeit überfiel mich. Das OP-Team reagierte sehr schnell, lagerte meine Füße hoch und schon konnte es weitergehen mit dem „Gestochere“. Ich biss die Zähne zusammen, aber so ganz erholte ich mich nicht mehr davon. Die Betäubung wirkte dann sofort gut und das Team um mich legte so richtig los. Für mich war das in dem Moment vermutlich zu viel auf einmal: Ein Pfleger legte meine betäubten Beine nach oben, die Hebamme legte den Katheter, links bekam ich wieder irgendeine Infusion angehängt und rechts den Fingerclip für die Vitalfunktionen. Hinter mir stellte ein Pfleger das Kopfteil höher und als ich dann auch noch eine Sauerstoffmaske aufs Gesicht bekam, sah ich plötzlich rot. Zum ersten mal in meinem Leben hatte ich eine richtige Panikattacke. Ich schrie, fuchtelte panisch herum und mir wurde kotzübel. Alles drehte sich – es war schrecklich. Ich wusste, dass ich da durch musste, konnte mich aber einfach nicht mehr selbst beruhigen. Erst als ich meinen Gynäkologen neben mir sah, wurde ich eher weinerlich und ich rief ihm verzweifelt zu: „Ich schaffe das dieses mal nicht!“ Er sagte ganz ruhig, dass das kein Problem wäre und wenn es nicht ginge, bekäme ich ganz schnell eine Vollnarkose. Und plötzlich konnte ich wieder klarer denken: Weglaufen war keine Option und im Tiefschlaf zu liegen während andere MEIN Baby umsorgten auch nicht! Also hieß es: Augen zu und durch!

Endlich durfte mein Mann zu mir und es ging los. Ein Ruckeln, ein Wackeln, ein großer Mann, der so fest von oben auf meinen Bauch drückte, dass mir die Luft wegblieb und dann dieser magische Moment, als mein Arzt dieses wundervolle Wesen über den Trennvorhang (zwischen mir und meinem Bauch) hob und sagte: „Da haben wirs ja!“ Und ich war schon so gespannt und neugierig, dass ich tatsächlich – ganz oberflächlich – zuerst nach dem Geschlecht fragte: „Was haben wir denn bekommen?“ „Ein Mäderl!“ war die Antwort. Da ich so extrem auf einen Bub eingestellt war, musste ich das erst einmal kurz sacken lassen. Und dann endlich durfte ich sie halten. Ich hatte panische Angst sie fallen zu lassen, weil ich ja noch halbgelähmt am OP-Tisch lag. Aber wir hatten ja den frisch gebackenen 4-fach Papa bei uns, der schützend seine Arme um uns beide legte.

Liebe Zuckerpuppe – Du lagst in meinen Armen und hast kurz geweint. Ich durfte erstmals Deine zarten Wangen streicheln und küssen und Dir ins Ohr flüstern, dass Du jetzt und für immer bei Deiner Mama bist! Du wurdest ganz ruhig und hast nicht mehr geweint. Auf einen Schlag waren wir miteinander verbunden und verspürten tiefstes Vertrauen zueinander. Ja – ich glaube wir beide empfanden das so! Auf einen Schlag war der letzte Platz in meinem Herzen gefüllt mit der unendlich großen Liebe zu Dir! Jegliche Panik war verschwunden – kitschig aber wahr – übrig blieb nur noch das pure Glück!!!

PS: Die ersten Tage nach der Geburt bedürfen eines eigenen Berichtes, der – je nach Laune meiner Kids – hoffentlich bald folgt.

Mom at work

Leben und leben lassen – Gilt das für jeden?

“Leben und leben lassen” – jeder Mensch darf sein Leben so gestalten, wie er selbst es für richtig hält! Leider zählen diese Richtlinien meist nur für eine Seite in einer Diskussion. So leider auch beim Rollenbild der Frau.

Niemand würde sich je trauen kinderlose, selbst bestimmt lebende Karrierefrauen zu kritisieren oder gar lächerlich zu machen. Wieso auch – es ist ihr persönlicher Weg, der niemanden etwas angeht. Eine Mutter mit mehreren Kindern, die sich zumindest in den ersten Jahren selbst um ihren Nachwuchs kümmert und das Ganze auch noch – ACHTUNG – gerne macht, muss sich dagegen allerhand anhören.

In diesen Tagen musste ich einen Artikel auf einem – von mir eigentlich sehr geschätzten Salzburger Blog – lesen, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Vielleicht weil ich in wenigen Tagen mein viertes Kind erwarte und somit den Satz: “Sogar eine Hochzeit planen oder schwanger sein kann man, ohne jeden Tag darüber zu reden.” als sehr frech empfinde. Vielen Dank für diese professionelle Einschätzung meiner Situation! Und dann beschäftige ich mich lt. Artikel auch noch den ganzen Tag mit so sinnlosen Tätigkeiten wie meine Familie möglichst gesund zu ernähren und den Riesensaustall einer Großfamilie zu beseitigen. Das wirklich Schlimme daran ist aber offenbar, dass ich auch noch darüber spreche und schreibe und mich mit anderen Müttern darüber austausche und das obwohl ich damit nicht die Welt retten kann.

Rät mir die Verfasserin dieses Artikels doch dazu ein Haus zu kaufen, daraus ein Hotel zu machen und damit mindestens 10 Arbeitssuchenden einen Job zu verschaffen. Ja das wäre sinnvoll und die arme Autorin müsste nicht mehr erzürnt davon berichten, wie es die Frauen ihrer Generation immer mehr zurück an den Herd zieht. Mein Problem dabei – scheinbar ist die Dame von Beruf Tochter und kann locker lässig mit ihrem Erbe Gutes tun. Für einen Normalsterblichen ist nämlich schon Punkt 1 hier in Salzburg unmöglich: Ein Haus kaufen!!!! Dass ich nicht lache! Ohne fetter Erbschaft oder einem Lottogewinn ist der Traum hier nämlich schon wieder ausgeträumt.

Sollte ich aber trotz aller Widrigkeiten mein kleines Hotel eröffnen und mich ganz auf meine Karriere konzentrieren, wer macht denn dann meine “niedrigen” Tätigkeiten im Haushalt, hilft den Kindern bei der Hausübung, fährt sie von A nach B, wickelt, wäscht die Wäsche, putzt, kocht, tröstet, pflegt im Krankheitsfall, usw.? Man hat ja auch wirklich kaum etwas zu tun an so einem lächerlichen Hausfrauentag.

Natürlich maße ich mir nicht an, dass das Aufziehen von vier Menschen auch nur annähernd so edel und wertvoll wie die Marketingtätigkeit für Kosmetik oder Bier, welche die Autorin als Referenz für ihr gelungenes Leben angibt, ist. (Übrigens habe auch ich ein Journalistikstudium absolviert und in sehr namhaften Unternehmen und Medienbetrieben gearbeitet – tatsächlich bin ich noch immer bei einer sehr großen Firma angestellt – hätte mir aber nie eingebildet meine Ziele und Wertvorstellungen als bedeutender als die anderer darzustellen!)

Bei dem Wunsch nach einer Anzeige jedes Hasspostings auf Facebook könnte ich aber behilflich sein! Wohin kann ich mich wenden um dieses Hassposting gegen Mütter anzuzeigen?

Familienshooting im Herbst

Willkommen bei den lauten Nachbarn

Ich kann es kaum glauben – endlich habe ich hier meine eigene Plattform! Willkommen bei den lauten Nachbarn!

Spaziergang mit Familie

Die lauten Nachbarn – das sind wir – meine lustige, bunte, laute Familie und ich! Aber warum ein Blog? Warum um Gottes Willen noch so ein Familien Blog?? Also vor allem, weil ich nach vielen Jahren Kinderbetreuung mal wieder etwas anderes als den wöchentlichen Einkaufszettel schreiben möchte und in meinem Kopf grundsätzlich immer tausende Ideen und Projekte herumschwirren, von denen ich Euch in Zukunft hier berichten möchte. Nachdem wir im Jänner unser viertes Wunder erwarten und nun wirklich ein Kind in jeder Altersklasse unter unserem Dach haben, sind wir vielleicht bald eigenartig genug, sodass auch unser Alltag für viele von Euch interessant sein könnte.

Was erwartet Euch hier? Wir sind weder reich, noch berühmt, noch können wir uns als Supermodels vermarkten. Die monatliche Mexiko-Reise, Markentäschchen am roten Teppich oder Einrichtungstipps für Luxusvillen wird es hier also nicht geben. Dafür ganz viel echtes Leben und Tipps für ganz normale Familien, die für Euch hoffentlich genauso nützlich wie amüsant und unterhaltsam sein werden.

Paar im Herbst

Ich bin Christine und lebe mit meinen Kindern und meinem Mann im wunderschönen Salzburg. Während meiner Karenzzeit leite ich ein Eltern-Kind-Zentrum und auch immer 1-2 Eltern-Kind-Gruppen. Mit meiner Familie mache ich gerne Ausflüge verschiedenster Art, wir lieben Partys und Familienfeste wofür wir auch gerne backen und kochen und genießen das Leben in vollen Zügen.

So bunt wie wir – so bunt soll auch dieser Blog werden. Schon oft habe ich den Tipp erhalten, ich solle mich doch auf ein Thema spezialisieren und mich dann nur noch darauf konzentrieren. Also wirklich – ich bin doch multitaskingfähig. Das Leben ist zu vielseitig und zu bunt. Und ich selbst habe schon immer viel zu viele Interessen, Hobbys und Ideen – es würde mich umbringen, könnte ich hier nur über Kuchenrezepte schreiben.

Ich freue mich über jeden Besucher hier und hoffe auf einen regen Austausch mit Euch. (Schnappschüsse aus unserem verrückten Alltag findet ihr weiterhin auf Instagram und Facebook.)

Eure Christine

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